Die Gnadenstäffele Geschichte

  Ein Wirtshaus, ein Treffpunkt über Jahrhunderte mit bewegter Vergangenheit: „Boxeraufstand“ in den 50´er…. Schon im Mittelalter wurde hier eine Metzgerei mit einem Wirtshaus geführt. Direkt neben der Vorgängerkirche der heutigen Stadtkirche Sankt Dionysius traf man sich zu einem Schoppen. Seit dem Bauernkrieg, dem dreißigjährigen Krieg, den napoleonischen Kriegen und diversen Besatzungen sowie einer 300-jährigen Lehnsherrschaft durch den Deutschen Ritterorden war Neckarsulm mit wechselnden „Besatzern“ vertraut. Das Durcheinander der Besatzer spiegelt sich im Stadtwappen wieder, das aus dem Deutschordenskreuz, drei Ringen und den Lilien besteht. „Am 1. März 1945 wurde Neckar- sulm Ziel amerikanischer  Bombe- nangriffe. Dabei wurden die Kaserne, die Innenstadt und das Gnadenstäffele, das Haus der Familie Merkle, vollständig zerstört. Nach dem Kriege wieder aufgebaut, statt Marienerker wurde der neue Bau mit einer Marienfigur versehen, um dem ver-missten Hausherrn den Weg nach Hause zu weisen. Dieser verstarb leider in Russland. Die gute Küche und das Bier zogen auch die Besatzer der 50´er Jahre an. So wurde das Gnadenstäffele zur Stammkneipe der Amerikaner. Dies sorgte für erhebliche Streitigkeiten und führte zu dem „Boxeraufstand“ in den 50´er. Der Schwergewichtler und Berufsschmied Berg (Haßmersheim) wurde nach einem Besuch einer Wirtschaft von den Amis krankenhausreif geschlagen. Das ließen sich die jungen Burschen und Boxer nicht gefallen. Abend für Abend wurden die Kneipen nach Amerikanern durchsucht. Sah man eine Chance, so sehnte „Mann“ nach Rache. Mit einer Schlägerei und dem Spalierstehen der Einheimischen wurden die Amerikaner zum Marktplatz getrieben und unter Militärschutz auf einem Laster in die Artillerie-Kaserne abgeführt. Die Amerikaner erhielten daraufhin einen Monat Ausgangssperre. Nach Abzug der letzten Besatzer wurde es etwas ruhiger...“ (Interview eines Zeitzeugen). Nach so einer bewegten Vergangenheit soll das Gnadenstäffele ein angenehmer, friedlicher, sympathischer Treff für Jung und Alt sein.  
Gnadenstäffele
© Gnadenstäffele Pfarrgasse 3, Neckarsulm · 0176 - 51310734
Gnadenstäffele

Die Gnadenstäffele

Geschichte

  Ein Wirtshaus, ein Treffpunkt über Jahrhunderte mit bewegter Vergangenheit: „Boxeraufstand“ in den 50´er…. Schon im Mittelalter wurde hier eine Metzgerei mit einem Wirtshaus geführt. Direkt neben der Vorgängerkirche der heutigen Stadtkirche Sankt Dionysius traf man sich zu einem Schoppen. Seit dem Bauernkrieg, dem dreißigjährigen Krieg, den napoleonischen Kriegen und diversen Besatzungen sowie einer 300-jährigen Lehnsherrschaft durch den Deutschen Ritterorden war Neckarsulm mit wechselnden „Besatzern“ vertraut. Das Durcheinander der Besatzer spiegelt sich im Stadtwappen wieder, das aus dem Deutschordenskreuz, drei Ringen und den Lilien besteht. „Am 1. März 1945 wurde Neckar- sulm Ziel amerikanischer  Bombe- nangriffe. Dabei wurden die Kaserne, die Innenstadt und das Gnadenstäffele, das Haus der Familie Merkle, vollständig zerstört. Nach dem Kriege wieder aufgebaut, statt Marienerker wurde der neue Bau mit einer Marienfigur versehen, um dem ver- missten Hausherrn den Weg nach Hause zu weisen. Dieser verstarb leider in Russland. Die gute Küche und das Bier zogen auch die Besatzer der 50´er Jahre an. So wurde das Gnadenstäffele zur Stammkneipe der Amerikaner. Dies sorgte für erhebliche Streitigkeiten und führte zu dem „Boxeraufstand“ in den 50´er. Der Schwergewichtler und Berufsschmied Berg (Haßmersheim) wurde nach einem Besuch einer Wirtschaft von den Amis krankenhausreif geschlagen. Das ließen sich die jungen Burschen und Boxer nicht gefallen. Abend für Abend wurden die Kneipen nach Amerikanern durchsucht. Sah man eine Chance, so sehnte „Mann“ nach Rache. Mit einer Schlägerei und dem Spalierstehen der Einheimischen wurden die Amerikaner zum Marktplatz getrieben und unter Militärschutz auf einem Laster in die Artillerie-Kaserne abgeführt. Die Amerikaner erhielten daraufhin einen Monat Ausgangssperre. Nach Abzug der letzten Besatzer wurde es etwas ruhiger...“ (Interview eines Zeitzeugen). Nach so einer bewegten Vergangenheit soll das Gnadenstäffele ein angenehmer, friedlicher, sympathischer Treff für Jung und Alt sein.  
© Gnadenstäffele Pfarrgasse 3, Neckarsulm · 0176 - 51310734 Gnadenstäffele